von Jens Refflinghaus

Rückrufe, gesperrte Chargen, kostspielige Quality Gates, steigende Qualitätskosten, endlos langer Backlog an 8Ds …

In den meisten Fällen führen ungelöste Probleme zu diesen unliebsamen und für alle Beteiligten stressigen Situationen. Unsere Beobachtung: hier gibt es zwei Bereiche, die Unternehmen unter Kontrolle bringen müssen, um effektiv kurz- und langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben. 

1.  Wenn es ein aktuelles Problem mit hoher Priorität gibt, muss das Team einem Best Practice Problemlösungsprozess folgen, um so effektiv und effizient wie möglich das Problem zu lösen.  

Wichtige Fragen: 

a.  Welchem Problemlösungsprozess folgt Ihr Team? (5 Why und Ishikawa/Fishbone zählen hier nicht, da es sich ja offensichtlich um ein komplexes Problem handelt.) 

b.  Wie schätzen Sie die Verteilung zwischen Methodenkompetenz und technischer Erfahrung ein? Gibt es mehr "Experten" die die Lösung schon kennen oder mehr Methodiker?     

 

 

2.  Viele Probleme wachsen und sie haben auch einen Lebenszyklus. Irgendwann entstehen sie und je nach Umfeld wachsen sie, kommen wieder und immer wieder und werden manchmal gewichtiger…    

Organisatorisch betrachtet bedeutet dies, dass je nach Problem sehr viele Mitarbeiter und Abteilungen im Unternehmen Kontakt mit dem Problem haben, und das sind nicht nur die Problemlösungsexperten! Die Konsequenz daraus: es gibt sehr viele Schnittstellen, wo das Problem übergeben wird. Hier kommt jetzt die entscheidende Frage: Sprechen alle Beteiligten im Problemlösungsprozess die gleiche Problemlösungssprache?

Weitere wichtige Fragen:

A. Wie viel Totzeit entsteht für Problemlöser, weil Aufzeichnungen über Probleme nur unvollständig oder nicht verständlich sind? 

B. Was genau ist ein Problem?

C. Wie beschreiben Sie ein Problem?

D. Wie prüfen Sie, wie wahrscheinlich Ihre Hypothesen sind?

E. Wie machen Sie Ihre Vorgehensweise sichtbar und für Ihren Kunden verständlich?

Fazit: stärken Sie die Problemlösungs-Performance im gesamten Problemlebenszyklus! Am besten mit einen Prozess, der alle Komplexitätslevel beherrscht: von der ersten Dokumentation in der Produktion bis hin zur Problemlösungs-Task-Force: Kepner-Tregoe Problemanalyse!

 

Um mehr zu erfahren, kontaktieren Sie uns oder melden Sie sich zu einem unserer öffentlichen Workshops